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Sonntag, 28. Oktober 2007

Lost in Waiting



How far down the rabbit hole of mysteriousness do you want to go?

Chaos umgibt uns, Chaos ist überall...

Das zeigten mir gestern die Zeit als ich mit Hund alleine am Ufer unseres Flusses saß. Alles fliesst, - nichts bleibt so wie es ist. Ich muss das lernen. Zu lange habe ich das verdrängt.

Ich sehne mich nach Nachrichten und bin dann doch froh wenn nichts kommt. Ich schreie damit es der Twin hört, und gehe unter im Schweigen.

Wut entsteht. Weil ich nicht verstehen kann.

Das Leben besteht aus Lernen, ... die ganze Evolution basiert auf lernen und verändern. Nur das Bewusstsein und der Verstand tut sich manchmal sehr schwer damit. Der Tastsinn sehnt sich nach Kontakt, der Geruchssinn sehnt sich nach Duft, die Zugenspitze nach Geschmack, der Hörsinn nach dem Klang des Atems und der Blick nach den Augen gegenüber.

... und trotzdem bleibt das Chaos, das Gewitter und die Atemnot.

Dienstag, 14. August 2007


Am Anfang stand die Idee

Wenn ich die Augen morgens öffne, wo befinde ich mich dann eigentlich?
Jeden Morgen das selbe, - warum bin ich eigentlich hier?
Was mache ich hier?
Wer bin ich ...

Jede Neuerung, jede Handlung, jedes Wort und jeder Schritt ... an dessen bzw. deren Anfang stand immer eine Idee. Ein Impuls.
Wir wachsen heran, wir entdecken, ... wir bilden uns. Dies alles ist der Grundstock die uns die vorhergehende Generation mitgibt um die nächsten kommenden Ideen zu erschaffen.
Erschaffen wir sie wirklich nach einem freien Willen, oder sind sie bereits in uns angelegt und damit vorherbestimmt?

Wären wir in der Lage die Position eines jeden Teilchens im Raum zu bestimmen, so könnten wir deren nächste Position nach dem Prinzip „Ursache-Wirkung“ berechnen. Stimmt, ... der Gigantismus des Raumes verhindert das, was aber nicht automatisch ausschließt, das dies unmöglich wäre.

Was wird dann aus unseren Ideen? Wo hat der freie Wille einen Platz, wenn nach einem einfachen Prinzip die Entwicklung eines jeden Teilchens berechenbar wird?
Welche Idee treibt diese Teilchen an. Was hat den Anfangsimpuls in diese Bahn gelenkt?

Die Wahrnehmung, die wir durch unsere Augen erfahren ... ist die real?
Sicher nicht. Wir erschaffen uns unsere eigene Realität. Die Erfahrungen, die Sichtweise und die Umsetzung des Gesehenen in unseren Verstand erschafft unsere Realität. Unsere Meinung und unseren Verstand.
Wenn wir etwas verstanden haben, was ist dann mit der Vernunft? Ist sie in uns angelegt oder entwickelt sie sich? Gibt es ein Grundfundament in uns, das uns unseren Verstand aufbauen lässt? Der Verstand ist vermutlich beeinflussbar, aber was ist mit unserer Vernunft?
Wann werden wir uns der Grenzen gewahr, wo wir etwas als richtig und flasch einstufen? Würde dies auch funktionieren, wenn wir diese Grenzen nicht vorgelebt und vordefiniert bekommen?

Was ist mit dem Ende, dem Tod? Warum werden wir in die Welt geworfen, ... müssen hier irgendwie zurecht kommen, um dann wieder ohne einen freien Willen gehen zu müssen?

Ist die Realität überhaupt zu zufällig für ein kosmisches Bewusstsein, oder die die Komplexität die Pflicht für ein solches Bewusstsein?
Der Mensch hat Gott nach seinem Bilde erschaffen. Warum haben wir Angst vor dem Tod?
Wo liegt der Funken an Indiz auf das was da kommt, sei es das Nichts oder das Nächste?

Nichts geht kontinuierlich weiter, von allem müssen wir immer wieder loslassen – um sich der nächsten Idee zu widmen.
Aber was ist mit denen die von Tag zu Tage leben? Sind die Ideen dieser Menschen verkümmert, oder hatten sie ja sogar nie welche? Gibt es eine Elite? Gibt es Beobachter? Gibt es Begleiter?
Was ist mit dem Bewusstsein der Tiere..... der Pflanzen?
Wir erschaffen uns eine Seifenblase, in der wir unsere Realität aufbauen. Da es zu jeder Kraft eine Gegenkraft gibt, gibt es somit auch Kräfte von Außen, die an der Hülle dieser Seifenblase zerrt. Stürzt sie ein, dann fallen wir und können nur versuchen, etwas neues um uns herum zu erfassen. Haben wir etwas um uns herum erfasst, bilden wir wieder eine Blase, eine Realität ...
Richtig oder falsche? Gibt es das überhaupt. Sicher kann die Realität eines Individuums mit dem eines anderen kollidieren, ja vielleicht sogar zersprengen ....
Es gibt sicher Hüllen, die stärker sind als andere. Wieder andere werden von den anderen Individuuen um uns herum nicht verstanden, ja sogar als Gefahr gesehen.
Wieder andere sind eine Gefahr, da sie keine Vernunft besitzen.

Aber wem ist so eine Blase schon bewusst ... den wenigsten. Und auch nur die wenigstens gelingt es, eine Sphäre außerhalb der eigenen Blase zu erkennen oder zu entdecken. Der Kosmos ist so gigantisch wie er auch vielseitig ist. Wer sagt eigentlich, das der Kosmos ein „Er“ ist???

.....

Samstag, 13. Januar 2007

Wann verliert man sich selbst?


Es geht nicht darum, wer Recht hat und wer Unrecht.
Mir geht es darum, wie du den Begriff "Gabe" verwendest. Ich weiß, dass du darin durchaus nicht immer ein Privileg siehst. Doch in einigen deiner Ausführungen kommt genau diese Sichtweise durch und darin kann ich erkennen, dass dir die Schwierigkeit dieser "Gabe", die Tortur, nicht immer bewusst ist.
Allein die Tatsache, dass diese Eigenschaft so schwierig ist, schließt die Möglichkeit, dass man mit dieser "Gabe" (oder wie ich es lieber mag - Fähigkeit) etwas Besseres ist, aus.

Es ist amüsant zu beobachten, wie du nach einer geringen Kritik gleich behauptest, in meinen Ausführungen fehle die Zwillingsseele. Wenn du es so empfindest, ist es durchaus möglich. Du hast Recht, harte Formulierungen schränken die Phantasie ein. Aber man sollte sich des Gegenstandes seiner Phantasie immer bewusst sein - und das ist leider längst nicht immer der Fall. Und wenn es so ist, muss man manchmal die Notbremse ziehen, um das Bewusstsein wieder zu aktivieren.

Aber ich möchte dieses Thema nicht unbedingt fortsetzen. Du hast bereits geschrieben, dass es viel zu lange diskutuiert wurde, wobei es lediglich um eine Formulierungsschwäche geht, bei der wir uns nicht einigen können.

Dir fehlten meine weiterführenden Ideen, der Ausbau der Gedanken?
Hier sind sie:

Was ist der Grund dafür, dass sich die Menschen oftmals so sehr nach außen verschließen?
Man lebt nur noch in seiner eigenen kleinen Welt und ist nicht mehr bereit, seine Gedanken und Träume zu erweitern.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich seit dem Mittelalter im Inneren der Menschen nicht viel getan hat. Ja, es gibt neue Ansichten, Werte und Vorstellungen. Ich will gar nicht erst von den modernen Errungenschaften sprechen.
All das haben sich die Menschen zu nutze gemacht - in ihre kleine, begrenzte Welt integriert, so wie es ihnen passt.

Aber warum versucht man meistens gar nicht erst, die ganze große Welt, in der man lebt, Teil von einem selbst zu machen?
Es ist wohl die Angst um die eigene beschränkte Wirklichkeit, die die Menschen daran hindert. So entwickeln sich mit der Zeit eingerostete Meinungen und Ansichten, Geschmäcker un Vorstellungen.

Eins kann ich nachvollziehen. Es ist die Angst, sich selbst zu verlieren. Du hast bereits geschrieben - die Gegenwart und Zukunft baut auf der Vergangenheit. Man kann sich nur aus der eigenen Vergangenheit heraus entwickeln, um keine Marionette der Trends zu werden.
Aber mich beschäftigt immer wieder die Frage:

In wie weit kann man die eigene Vergangenheit denn ausbauen? Ist nicht auch irgendwann Schluss und du stehst einfach da, mit genau solchen verrosteten und unveränderlichen Idealen wie die anderen?
Manchmal wird man, nur wenn man sich selbst treu bleibt, als altmodisch abgestempelt. Ist es nur das Argument derer, die den Trends nachjagen oder ein wirklicher Nachteil, in seiner eigenen Entwicklung stehen geblieben zu sein?
Was meinst du dazu?