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Sonntag, 28. Oktober 2007

Lost in Waiting



How far down the rabbit hole of mysteriousness do you want to go?

Chaos umgibt uns, Chaos ist überall...

Das zeigten mir gestern die Zeit als ich mit Hund alleine am Ufer unseres Flusses saß. Alles fliesst, - nichts bleibt so wie es ist. Ich muss das lernen. Zu lange habe ich das verdrängt.

Ich sehne mich nach Nachrichten und bin dann doch froh wenn nichts kommt. Ich schreie damit es der Twin hört, und gehe unter im Schweigen.

Wut entsteht. Weil ich nicht verstehen kann.

Das Leben besteht aus Lernen, ... die ganze Evolution basiert auf lernen und verändern. Nur das Bewusstsein und der Verstand tut sich manchmal sehr schwer damit. Der Tastsinn sehnt sich nach Kontakt, der Geruchssinn sehnt sich nach Duft, die Zugenspitze nach Geschmack, der Hörsinn nach dem Klang des Atems und der Blick nach den Augen gegenüber.

... und trotzdem bleibt das Chaos, das Gewitter und die Atemnot.

Freitag, 28. September 2007

Adler fliegen weiter als Tauben ...

„Zu dem Adler sprach die Taube: Wo das Denken aufhört, da beginnt der Glaube.Recht, sprach jener, mit dem Unterschied jedoch, Wo du glaubst, da denk' ich noch.”(Ludwig Robert)
Diesen interessanten Satz stelle ich heute mal meinem Post voran. Ist das nicht eine interessante Metapher für den Unterschied zwischen Quidam´s und Joker?

Ich frage mich, was hat in uns die Fähigkeit so zu denken und so intensiv wahrzunehmen angelegt? Manchmal überrascht es mich Gedankengänge und Erkenntnisse zu entwickeln, die man ohne vorheriges Wissen, irgendwann draußen in der Welt wieder findet.
Wenn sich eine Idee entwickelt, woher kommt dann die Frage in uns?

„Was nicht geliebt wird, nicht geliebt werden kann, das ist nicht.“

Haben wir im Forum nicht mal geschrieben, ein Blick unter Jokern würde ausreichen um sich zu verstehen, - ganz ohne Worte?
Ja, das habe ich kennen gelernt. Seit 1 Woche und 2 Tagen habe ich den Beweis erfahren.
Nun frage ich mich, sind es die Emotionen ..., die die wahre Sprache zwischen Jokern bildet.
Ist das der Grad unserer Kommunikation? Es ist das Netzwerk.

Dein Satz beschäftigt mich:
„Und Leben bedeutet Leidenschaft, wobei man den Wortursprung nicht vergessen sollte – leiden, hassen, traurig sein.
Das Bewusstsein schafft das Leiden. Im „Bewusstsein“ können wir „bewusst sein“.

Jetzt ist es geschafft, der Moment wurde erreicht ... Auge in Auge. Wir konnten uns gegenüber „bewusst sein“. Die Isolation fiel. Wir sind. Wir existieren.
... und ja, ganz nach Feuerbachs Aussage – Wir sind Realität.
Vielleicht war das eines dieser kleinen kosmischen Wunder, wo zwei getrennte Mini-Universen zum ersten Mal einen direkten Kontakt herstellten.

Ich beschreibe es mal so, zu Beginn war SETI. The searching for extraterrestrial intelligence.
Wir haben ins All des Alltags gehorcht. Das Schwierige daran ist, wenn alle Seiten nur horchen, dann kann man nichts empfangen. So begannen zwei Joker zudem Signale auszusenden ... auf Gedanken zu antworten.
Der erste Kontakt stand.
Nun ging es daran zu verstehen. Das Vertrauen und das Bewusstsein für den anderen wurde entdeckt und entwickelte sich weiter...
Mit jedem weiteren Kontakt richteten sich immer mehr „Antennen“ in Richtung des anderen Bewusstseins aus.
Die Planeten standen günstig – also kam es dann auch zu einem ersten direkten Kontakt. Ein intensiver Kontakt ...
Damit setzt dann auch die Erkenntnis ein, wie groß der unendliche Kosmos hinten den einzelnen individuellen Grenzen ist, den es nun zu erforschen gilt.
Ok, der Sendebetrieb wird in den nächsten Tagen auf Stand-by gesetzt. Keine Sorge ... die Automatik überwacht solange den Horizont ... sehnsüchtig.


Wenn es die Wiedergeburt gibt. Wo hatten wir uns dann zuletzt gesehen?

Dienstag, 14. August 2007


Am Anfang stand die Idee

Wenn ich die Augen morgens öffne, wo befinde ich mich dann eigentlich?
Jeden Morgen das selbe, - warum bin ich eigentlich hier?
Was mache ich hier?
Wer bin ich ...

Jede Neuerung, jede Handlung, jedes Wort und jeder Schritt ... an dessen bzw. deren Anfang stand immer eine Idee. Ein Impuls.
Wir wachsen heran, wir entdecken, ... wir bilden uns. Dies alles ist der Grundstock die uns die vorhergehende Generation mitgibt um die nächsten kommenden Ideen zu erschaffen.
Erschaffen wir sie wirklich nach einem freien Willen, oder sind sie bereits in uns angelegt und damit vorherbestimmt?

Wären wir in der Lage die Position eines jeden Teilchens im Raum zu bestimmen, so könnten wir deren nächste Position nach dem Prinzip „Ursache-Wirkung“ berechnen. Stimmt, ... der Gigantismus des Raumes verhindert das, was aber nicht automatisch ausschließt, das dies unmöglich wäre.

Was wird dann aus unseren Ideen? Wo hat der freie Wille einen Platz, wenn nach einem einfachen Prinzip die Entwicklung eines jeden Teilchens berechenbar wird?
Welche Idee treibt diese Teilchen an. Was hat den Anfangsimpuls in diese Bahn gelenkt?

Die Wahrnehmung, die wir durch unsere Augen erfahren ... ist die real?
Sicher nicht. Wir erschaffen uns unsere eigene Realität. Die Erfahrungen, die Sichtweise und die Umsetzung des Gesehenen in unseren Verstand erschafft unsere Realität. Unsere Meinung und unseren Verstand.
Wenn wir etwas verstanden haben, was ist dann mit der Vernunft? Ist sie in uns angelegt oder entwickelt sie sich? Gibt es ein Grundfundament in uns, das uns unseren Verstand aufbauen lässt? Der Verstand ist vermutlich beeinflussbar, aber was ist mit unserer Vernunft?
Wann werden wir uns der Grenzen gewahr, wo wir etwas als richtig und flasch einstufen? Würde dies auch funktionieren, wenn wir diese Grenzen nicht vorgelebt und vordefiniert bekommen?

Was ist mit dem Ende, dem Tod? Warum werden wir in die Welt geworfen, ... müssen hier irgendwie zurecht kommen, um dann wieder ohne einen freien Willen gehen zu müssen?

Ist die Realität überhaupt zu zufällig für ein kosmisches Bewusstsein, oder die die Komplexität die Pflicht für ein solches Bewusstsein?
Der Mensch hat Gott nach seinem Bilde erschaffen. Warum haben wir Angst vor dem Tod?
Wo liegt der Funken an Indiz auf das was da kommt, sei es das Nichts oder das Nächste?

Nichts geht kontinuierlich weiter, von allem müssen wir immer wieder loslassen – um sich der nächsten Idee zu widmen.
Aber was ist mit denen die von Tag zu Tage leben? Sind die Ideen dieser Menschen verkümmert, oder hatten sie ja sogar nie welche? Gibt es eine Elite? Gibt es Beobachter? Gibt es Begleiter?
Was ist mit dem Bewusstsein der Tiere..... der Pflanzen?
Wir erschaffen uns eine Seifenblase, in der wir unsere Realität aufbauen. Da es zu jeder Kraft eine Gegenkraft gibt, gibt es somit auch Kräfte von Außen, die an der Hülle dieser Seifenblase zerrt. Stürzt sie ein, dann fallen wir und können nur versuchen, etwas neues um uns herum zu erfassen. Haben wir etwas um uns herum erfasst, bilden wir wieder eine Blase, eine Realität ...
Richtig oder falsche? Gibt es das überhaupt. Sicher kann die Realität eines Individuums mit dem eines anderen kollidieren, ja vielleicht sogar zersprengen ....
Es gibt sicher Hüllen, die stärker sind als andere. Wieder andere werden von den anderen Individuuen um uns herum nicht verstanden, ja sogar als Gefahr gesehen.
Wieder andere sind eine Gefahr, da sie keine Vernunft besitzen.

Aber wem ist so eine Blase schon bewusst ... den wenigsten. Und auch nur die wenigstens gelingt es, eine Sphäre außerhalb der eigenen Blase zu erkennen oder zu entdecken. Der Kosmos ist so gigantisch wie er auch vielseitig ist. Wer sagt eigentlich, das der Kosmos ein „Er“ ist???

.....

Freitag, 22. Dezember 2006

Endstation Sehnsucht

Es gibt in den Menschen viel mehr Neugier als du denkst. Es stimmt nicht, dass nur wenige über sie verfügen. Doch eins ist wahr... Sie wird viel zu oft zur Seite geschoben, durch die Gewissheit, dass den modernen Menschen doch sowieso nichts mehr überraschen kann. Alles ist alt und gewohnt.
Dadurch kommt es nicht dazu, dass man diese Neugier ausbaut, sie hinterfragt, Zusammenhänge sucht...

Erlebnisse sind heutzutage zum Konsumgut geworden. Immer schneller, höher, weiter... Der Mensch will die Erde umarmen. Doch sieht er überhaupt das, was da vor ihm ist?
Es sind die kleinen Dinge, die die Welt ausmachen. Dinge, die man scheinbar schon viel zu oft gesehen hat, um überhaupt noch auf sie zu achten. Doch jedes einzelne davon ist einzigartig, es trägt die Magie des Lebens in sich. Dessen ist man sich oft nicht bewusst.


Ja, der Zug des Lebens...
Er fährt immer seinen eigenen Weg, unabhängig davon, zu welchem Ort die Passagiere gelangen wollen.
Aber man will es sich nicht eingestehen. Die Maske vor dem Gesicht ist immer da, mit dem immerwährenden verlogenen Lächeln der Zufriedenheit. Warum auch nicht? Was geht das eigene Leben die anderen an?
Doch bei all dem gibt es einen grundlegenden Fehler. Der Mensch trennt seine Träume zu sehr von der Realität, lässt sie zu unerreichbaren Sehnsüchten werden, obwohl sie doch so nahe sind. Man verschachtelt sich immer mehr, weil man Angst hat, das Kartenhaus der eigenen Sicherheit und Standhaftigkeit im Leben könnte zusammenbrechen.

Es ist die Endstation Sehnsucht, in der man für immer ankommt.

Können Träume wahr werden?
Warum rechnet man immer mit einer Enttäuschung, wenn es beinahe dazu kommt? Warum riskiert man oft nichts für das Glück, das die Erfüllung bringen könnte?

Ja, alle Wege führen nach Rom. Dies ist das Grundprinzip und ich sehe nicht ein, warum man es mit dem Gedanken "Was solls..." hinnehmen muss. Es ist deine Aufgabe, das Beste daraus zu machen, weil du lebst. Für alle Dinge, die es bewusst oder unbewusst zu erreichen gilt, gibt es viele Wege. Doch letztendlich prägt dich nicht das Ziel, sondern der Weg, den du eingeschlagen hast, ohne wissen zu können, was er dir bringen wird.

So kann man es sehen... dass es viele Abteile in diesem Zug des Lebens gibt. Wie soll es auch anders sein? Schließlich bewegst du dich nicht nur mit dem Zug durch die Welt, denn deine eigene Entwicklung erfolgt in diesem Zug.
Man wechselt die Abteile ohne darin was schlimmes zu sehen, denn man ist sich nicht bewusst, dass es in jedem etwas Neues gibt, dass es anders ist als das alte... Und dass immer einiges verloren geht. Doch wenn etwas verloren geht, kommt auch immer etwas dazu und man muss versuchen, damit zurecht zu kommen, es - wenn möglich - zu genießen und auszubauen.

Der Mensch verliert so vieles allein durch die Tatsache, dass er ein Gewohnheitstier ist und Veränderungen oftmals schlecht verträgt.

Man ist nur dann allein, wenn man sich von den anderen abschottet, seine Offenheit verliert. Man meint, es wäre besser, eine Innenwelt zu haben, in der man alles für sich allein hat, ohne es mit den Masken der anderen Menschen teilen zu müssen - oder es teilen zu können.
Aber nur wenige merken, wie unendlich schön und wertvoll es sein kann, einem anderen Menschen seine Maske abzunehmen, mit ihm offen zu sein.